Allgemein

Schneewittchen

Märchenhafte Landschaft

Bergfreiheit, das idyllisch im nordhessischen Kellerwald gelegene Bergmannsdorf, ist der Ursprungsort des Märchens “Schneewittchen und die sieben Zwerge” der Brüder Grimm. Dies erklärt der Heimatforscher Eckhard Sander in seinem Buch “Schneewittchen – Märchen oder Wahrheit – ein lokaler Bezug zum Kellerwald”. Aber auch beispielsweise das ZDF (Expeditionen – “Schneewittchen und der Mord in Brüssel”) und Spiegel -TV, kamen zu diesem verblüffenden Ergebnis. 

Der Ferienort liegt inmitten eines der größten Buchen-Laubwaldgebiete Europas – dem Naturpark Kellerwald-Edersee, der den gleichnamigen Nationalpark umschließt. Das malerische Bergmannsdorf mit ca. 350 Einwohnern hat ein ausgedehntes und gut markiertes Wanderwegenetz, welches die Naturschönheiten der dicht bewaldeten Bergkämme in einer Höhe von 300 bis 675 m über NN erschließt. Bergfreiheit bietet sich daher als idealer Ausgangspunkt für kurze oder auch ausgedehnte Wanderungen auf dem 176 km langen KeIlerwaidsteig”, dem kulturhistorisch – ökologischen Lehrpfad oder zum Kellerwaldturm auf dem nahe gelegenen ‘Wüstegarten” (675 m über NN) an.

Im überwiegend mit Fachwerk gestalteten Ort befindet sich Hessens ältestes Bergamt mit einem kleinen Museum zu Geschichte des Bergbaus. (Führungen: Tel. +49 (0)5626 592).

 

Märchenhafte Historie

Bergfreiheit • der Name ist Programm!

Am 14.09.1561 erließ Graf Samuel von Waldeck ein Edikt über die “Bergfreiheiten im Thale der Urf”, welches der Bergmannssiedlung den Namen geben sollte. Hier wurde zunächst Eisen-, später auch Kupfererz abgebaut. Als Anreiz für die schwere Arbeit unter Tage oder in den Hütten und Hammerwerken gewährte der Landesherr den Bergleuten diese außergewöhnlichen “Freiheiten”, unter anderen drei Jahre lang den Einschlag von Bau-, Brennund Kohleholz “frei jeder Abgabe”. Für immer gestattete der Graf “Schacht- und Stollenrecht” sowie Gewerbefreiheit und freie niedere Gerichtsbarkeit. 

Im Gegensatz zur Landesverfassung durften die “Frelter” ihren Bürgermeister und Rat selbst wählen. Schankrecht, freier Wochenmarkt, Badestuben, Mühlen, Brauhäuser, Salzkasten, Fleischwerke und Pochhämmer waren weitere “allergnädigst verliehene” Rechte und Freiheiten. 

Die erste urkundlich erwähnte Kirchenglocke aus Eisen wurde hier von Johann Sonneborn gegossen und begleitete die Bergleute durch die Jahrhunderte. Bereits 1590 wurde die Erzförderung eingestellt. Zwischen 1732 und 1744 sowie Ende des 19. Jahrhunderts schürfte man erneut, aber mit wenig Erfolg. Die ehemalige Kupfermine ist heute als Besucherbergwerk zu besichtigen. Die ortsansässige Edelsteinschleiferei hat noch Schürfrechte. Dort findet man neben Kostbarkeiten aus aller Welt auch den Kellerwaldachat, den “Edelstein des KeIlerwaides”. 

Öffnungszeiten Besucherbergwerk Bertsch: 
01.04. bis 31.10.: Mi bis So 14:00 bis 16:00 Uhr 
Sonderführungen für Gruppen: Anmeldung unter Telefon: 
+49 (0)700 23749375 (= +49 (0)700 Bergwerk)

Quelle: Flyer Bergfreiheit

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